Tagebuchbloggen 05.07.2016

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen will wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag gemacht haben.

2:irgendwas Der kleine kleine Mensch ruft/weint. Nachdem er letzte Nacht in unserem Bett wie wild gezappelt hat, geht der Liebste zu ihm, legt sich kurz in sein Bett um ihn zu beruhigen und wir können danach ohne Tritte ins Gesicht in unserem Bett ungestört weiterschlafen

6:30 Uhr Der Wecker klingelt (bzw. zwitschert).

6:50 Uhr aufstehen, waschen, anziehen. Bananenbrot frühstücken. Tisch abräumen, die kleinen Menschen zum Anziehen und Zähneputzen anhalten. Selbst Zähne putzen.

7:40 Uhr wir verlassen das Haus.

7:50 Uhr Ankunft im Büro, Mails lesen. Das Modell, das ich mir am Freitag zerschossen hatte, hab ich gestern wieder repariert, heute muss ich ein paar Varianten rechnen um entscheiden zu können, wie ein bestimmter Apparat umgerüstet werden soll.

9:00 Uhr die wöchentliche Gruppenbesprechung.

10:15 Uhr weiter gehts mit dem „Tagesgeschäft“

11:30 Uhr ich bin zum Mittagessen mit einem ehemaligen Kollegen verabredet.

12:40 wieder zurück im Büro. Im Laufe des Nachmittags fällt mir ein dicker Stein vom Herzen, weil das zwischenzeitlich unlösbar erscheinende Problem ließ sich mit ein bisschen rechnen und rumprobieren dann doch noch lösen. Puh!

15:50 Uhr Ich fahre zum Kindergarten, den kleinen kleinen Mensch abholen, um uns einen anderen Kindergarten anzuschauen, in den er ab nächste Woche für die 3 Ferienwochen gehen wird, wo sein Kindergarten zu ist. Denn der große kleine Mensch hat die letzten 3 Ferienwochen keine Betreuung. Zum Glück bietet der Träger unserer Betriebskita eine Ferienlösung in benachbarten Kitas an. Auf dem Weg vom Kindergarten zur anderen Kita regnet es, mal wieder, wie aus Eimern. Aber zum Glück hab ich mir noch rechtzeitig Regenhose und Regenjacke angezogen. Der kleine kleine Mensch mag die andere Kita und er wird sehr schnell warm und kann sich von meiner Hand lösen und die Erzieherin, die ihm alles zeigt, vollquatschen.

16:40 Uhr wir sind zu Hause. Der große kleine Mensch und die Kinderfrau sind auch schon da. Der große kleine Mensch und ich suchen gekringelte Schriftarten aus, mit der wir seine Einladungskarten zum Kindergeburtstag beschriften können. Bereits gestern hatte er einen Monsterstempel geschnitzt und damit die Karten bedruckt. Außerdem schreiben wir noch den Einladungstext in die Karten, tüten sie in Umschläge und beschriften sie. Ich die, die mit der Post verschickt werden müssen, er die, die er in der Schule verteilen wird.2016-07-05 18.29.06

18:00 Uhr wir bringen die beiden Einladungen, die mit der Post verschickt werden müssen zum Briefkasten. Bei strahlendem Sonnenschein. Danach dürfen die kleinen Menschen eine Folge My little Pony schauen und ich stricke eine Runde am Ärmel meiner Hortencia Jacke weiter.

19:00 Abendessen

19:40 Uhr Die kleinen Menschen ins Bett bringen. Das ist in letzter Zeit etwas mühsam. Die sind ganz schön aufmüpfig und wollen sich nicht umziehen, Pipi machen, Zähne putzen. Da muss man dann leider schonmal damit drohen, nix mehr vorzulesen.

20:10 Uhr Ich verlasse das Kinderschlafzimmer und gehe nach nebenan ins Nähzimmer und widme mich meiner vor Wochen angefangenen Hose. Ich muss allerdings mehrmals zurück ins Kinderzimmer und die kleinen Menschen zur Ordnung rufen. Irgendwann drohe ich damit, dass sie morgen kein Fernseh gucken dürfen, wenn ich noch einmal reinkommen muss.

21:00 Uhr Telco mit Susi und Alexandra

21:30 Uhr mein computer verhält sich seit ein paar Tagen komisch. Er braucht für die simpelsten Sachen ewig, scrollen z.B. ist ein totaler Krapf. Leider finden der Liebste und ich nicht so recht raus, was los ist 😦 Außerdem bringe ich die Adressliste für die anNÄHerung auf den neuesten Stand.

22:10 Uhr Den Hosenreißverschluss werde ich wohl heute nicht mehr einnähen, sondern wirklich wirklich versuchen, vor 23 Uhr im Bett zu sein…

Tagebuchbloggen 05.06.2016/Sonntagssachen

Es ist der 5. und Frau Brüllen will wieder wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag machen. Und weil heute auch Sonntag ist, gibts die Sonntagssachen gleich dazu.

7:30 der gr kl Mensch kommt in mein Schlafzimmer und fragt ob er runter gehen darf. Darf er. Ich bleib noch ein bisschen liegen. Um 8:10 kommt der kl kl Mensch und fragt das gleiche. Ich quäle mich um 8:15 Uhr aus dem Bett.

8:30 Uhr Brötchen formen, Tee kochen, Tisch decken. Die Brötchen dürfen im Backofen bei 50 °C und 100% Luftfeuchtigkeit noch ein bisschen gären.2016-06-05 08.37.54

9:15 Uhr Frühstücken (mit selbstgekochter Marmelade von Siebenhundertsachen <3)2016-06-05 09.42.42

9:50 Uhr das Brathähnchen für heute abend vorbereiten. 2016-06-05 09.59.57Dummerweise ist der Backofen von den Brötchen noch warm, weshalb ich etwas zögere, das Hähnchen schon in den Backofen zu stellen. Aber wofür hat man einen programmierbaren Backofen?2016-06-05 10.18.54

10:30 Uhr wir kommen endlich los. Die kleinen Menschen bringe ich zu einem Freund und fahre selber weiter zum Kölner Nähbloggerinnen-Stammtisch. Wir verbringen mal wieder tolle Stunden mit fachsimpeln aber auch mit politisieren.

15:45 Uhr bei dem Freund der kleinen Menschen angekommen. Da ich auch mit den Eltern befreundet bin, trinken wir noch gemeinsam Kaffee und entschließen uns dann spontan, weil das Wetter gerade ganz gut aussieht, dass wir noch auf einen besonderen Spielplatz fahren. Wir sammeln die kleinen Menschen ein, die mittlerweile auf dem nahegelegenen Spielplatz den Sandkasten bis auf den Grund umgegraben haben und fahren zu dem anderen Spielplatz. 249401465139764257-542268213Als der kl kl Mensch vor lauter Müdigkeit nur noch kreischt, fahren wir wieder nach Hause.

18:15 Uhr wieder zu Hause. Es duftet schon sehr verführerisch nach Brathähnchen. Aber erst müssen die kleinen Menschen noch eine Runde in der Badewanne drehen und die Sendug mit der Maus nachgucken. Während der Sendung mit der Maus meldet sich der Liebste und fragt, ob ich ihn vom Bahnhof abholen könne. 2016-06-05 19.10.00

19:30 Uhr wieder zu Hause, nun gibts endlich das Brathähnchen. Danach bringt der Liebste die kleinen Menschen ins Bett und ich schalte um 20:15 Uhr den Fernseher für den Tatort ein. Ich oute mich hiermit als sehr sehr großes Meret Becker Fangirl.

21 Uhr Der Liebste hat etwas aus Spanien mitgebracht, das aussieht wie weißes Nougat, aber viel härter ist als das, was wir in Südfrankreich aßen2016-06-05 21.05.51

22 Uhr Bett

Tagebuchbloggen 05. Mai 2016

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen will wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag gemacht haben. Wegen unterwegs und mobil bloggen heute ohne Verlinkungen, sorry.

6:40 uhr der Wecker klingelt. Trotz Feiertag. Weil wir nämlich übers lange Wochenende nach Berlin fahren. Der gr kl Mensch kommt ins Zimmer und bemerkt, dass ich Fieber messe. Er ist etwas besorgt, aber ich erkläre ihm, dass ich das mache, um meinen Zyklus zu beobachten. Und schwuppdiwupp sind wir in einem Gespräch über Verhütung. Wir sind uns aber einig, dass wir zu viert komplett sind. Puh!

7:00 duschen

7:30 frühstücken. Wobei ich in dem ganzen Trubel das Essen vergesse und nur eine tasse Tee trinke.

8:00 kram zusammensuchen, Kinder unter Kontrolle halten, packliste kontrollieren.

8:45 wir verlassen gemütlich das Haus und gehen zur s-bahn. Am Kölner Hbf kaufen wir noch pecannusstaschen und andere blatterteiggebäcke, damit ich endlich zu meinem Frühstück komme. Auf die pecannusstasche freu ich mich schon seit Tagen…
Die Zugfahrt ist ereignislos. Man sitzt so rum, unterhält sich, kuschelt, spielt, isst das mitgebrachte Picknick, beantwortet 500x die Frage, wie lange es noch dauert,…

Um 15 Uhr kommen wir bei unserem Freund in Friedrichshain an. Die kl Menschen wollen sofort auf den Spielplatz mit dem Wasser. Also laden wir nur schnell das Gepäck ab, trinken was, gehen aufs Klo und los geht’s raus in die Sonne. Zur großen Enttäuschung der kl Menschen ist die Wasserpumpe am boxi nicht in Betrieb.
Wir hängen also so auf dem Spielplatz rum, genießen die Sonne und bestaunen die Andersartigkeit der Berlinerinnen. Der kl kl Mensch bekommt irgendwann Hunger, der liebste besorgt ein paar Pommes. Um 18 Uhr ist der Spielplatz plötzlich wie leer gefegt, auch in Friedrichshain gibts scheinbar um 6 Uhr Abendbrot. Wir nehmen selbiges in einer punkrock-Pizzeria ein. Danach geht’s zum Freund nach Hause, die kl Menschen werden bettgehfein gemacht und ich mache mich um

20 Uhr auf zu meiner Verabredung mit meinen beiden Lieblingspodcasterinnen Kadda und Holgi im Dóttir. Dort speise n wir ganz vorzüglich, trinken für meine Verhältnisse etwas viel sehr guten Wein und quatschen über feministische Physik, rassistische möchtegernfeministen und viele andere spannende Sachen. Nach Mitternacht mache ich mich auf den Rückweg Richtung Friedrichshain.

0:41 ich liege angetrunken im Bett.

Tagebuchbloggen 05.10.2015

Es ist der 05. und Frau Brüllen will wieder wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag machen.

6:20 Uhr der Wecker klingelt. Da Herbstferien (hier wohnt ja jetzt ein Schulkind, was bedeutet, dass wir morgens um 7:35 Uhr die Fahrräder aus dem Keller holen müssen) sind, muss der große kleine Mensch nicht ganz so früh los, ich kann also noch bis 6:50 Uhr mit der Bettdecke kuscheln. Dann aufstehen, den kleinen kleinen Menschen anziehen, mich selbst anziehen, frühstücken. Beim Twitter überfliegen auf einen Text von Karl Popper von 1971 zum Positivismusstreit stolpern. Immer wieder faszinierend, dass es Philosophen gab/gibt, die tatsächlich so schreiben, dass ich das sofort verstehe und nicht jeden Satz dreimal lesen muss um herauszufinden, dass da bullshit steht (okay, ich geb zu, genau das zu entlarven war auch Sinn und Zweck des Popper’schen Artikels).

7:45 Uhr Der Liebste und der kleine kleine Mensch verlassen das Haus, der große kleine Mensch und ich sitzen noch 10 min zusammen auf dem Sofa und unterhalten uns, bis wir um 7:55 Uhr auch das Haus verlassen. Diese Woche wird er von der OGS in der Schule betreut. Er freute sich heute morgen schon darauf, dass diese Woche die Schule ein Kindergarten ist. Aber er versicherte mir auch, dass er gerne zur Schule geht. Puh!

8:10 Uhr im Büro. E-Mails lesen, den Popper-Artikel zuende lesen. Dabei kommt mir wieder ein Artikel über Gender Studies in den Sinn, der vor 2 Wochen erschien. Beim Suchen stell ich mich irgendwie ungeschickt an, aber auf meine Twitterfollower ist Verlass.

9:00 Uhr Gruppenbesprechung. Ich mag das, dass die jetzt am Montag morgen ist, das ermöglicht irgendwie gefühlsmäßig eine sinnvolle Wochenplanung innerhalb der Gruppe und ist nicht so eine reine Infoveranstaltung, wie sie es Mittwochs immer war.

11:30 Uhr Mittagessen

12:30 Uhr Zurück vom Mittagessen such ich erstmal ein paar Bibelzitate aus dem neuen Testament für einen Kollegen raus. Das ist nämlich gar nicht so kuschelig und gütig, wie viele meinen. Wen es interessiert, findet hier eine kleine (220 Zitate) Zusammenstellung. Ist auch ganz hilfreich in Diskussionen zum Thema „Islamisierung“.

Den Nachmittag verbringe ich mit Erstellen von Diagrammen, Datenblättern, Dokumentation.

17:40 Uhr verlasse ich das Büro. Seit der große kleine Mensch in die Schule geht, haben wir eine Kinderfrau, die die kleinen Menschen abholt und mit ihnen nach Hause geht. So hab ich nachmittags ein bisschen mehr Luft. Die OGS endet nämlich um 16:30 Uhr, was für Vollzeit arbeitende Menschen meist bedeutet, dass sie mit dieser Betreuungslösung alleine nicht auskommen. Aber wir haben mit der Kinderfrau einen absoluten Volltreffer gelandet. Die kleinen Menschen mögen sie, sie räumt auch noch ein bisschen die Wohnung auf und wenn ich nach Hause komme, habe ich wirklich Feierabend und kann mit den kleinen Menschen die Zeit genießen. Zuallererst wollen sie dann aber immer erstmal Fernseh schauen, was im Moment eine Folge „Zoes Zauberschrank“ und 10 min BBC-Doku „Unbekanntes Afrika“ bedeutet. Danach haben wir die Reste vom Wochenendkuchen gegessen (ich bin nicht so nett wie Frau Brüllen und versorg die Kollegen mit Kuchenresten).

19:00 Uhr der Liebste kommt nach Hause und hat dem großen kleinen Mensch einen „Calvin und Hobbes“ Comic mitgebracht. Noch klappt das mit dem selberlesen natürlich noch nicht und so machte ich für „Calvin und Hobbes“ dann doch mal eine Ausnahme von meinem Grundsatz „Ich lese keine Comics vor“ und las dem großen kleinen Mensch ein paar Strips vor.

19:20 Uhr der kleine kleine Mensch ist leicht angeschlagen und möchte ins Bett. Da der Liebste heute dran ist, kann ich es mir auf dem Sofa bequem machen. Und dann kam ich dem Wunsch von Moepern nach und schrieb doch noch was zu diesen absurd anmutenden Symmetrien zwischen den Artikeln von Popper und Schutzbach auf. Das artete dann mal wieder in ganz grundsätzliche Überlegungen zur Erkenntnistheorie und Anverwandtem aus, was ich dann aber in den Entwürfeordner verschob. Auf die „Absurden Symmetrien“ dürft ihr euch aber morgen freuen.

22:20 Uhr statt meine Nesselprobe für die nächste Jacke zu nähen hab ich also mal wieder intellektualisiert. Jetzt schau ich noch eine Runde Craftsy-Kurs über das Konstruieren von Ärmeln und strebe an, um 23 Uhr das Licht auszumachen.

Tagebuchbloggen 05.09.2015

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen will wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Irgendwann mitten in der Nacht rufen beide kleinen Menschen, dass sie zu mir ins Bett wollen. Da der Liebste außerhäusig schläft und somit genug Platz in meinem Bett ist, rufe ich zurück, dass sie herkommen sollen.

7:30 Uhr die kleinen Menschen „schleichen“ sich nach unten. Am Wochenende dürfen sie nämlich nach dem aufstehen mit dem tablet spielen.

7:50 Uhr irgendwas fällt scheppernd zu Boden. Ich stehe auf um nachzusehen. War nur ein Glas, was aber nicht kaputt ging. Wo ich schonmal auf bin, kann ich auch gleich die Brötchen fürs Frühstück formen. Der neue Backofen macht sich gut, auch wenn wir noch mit der optimalen Einstellung für Brötchen alles herum experimentieren.

8:10 Uhr während die Brötchen gehen (kann es sein, dass es eigentlich gären heißt und ich das nur irgendwie falsch verstanden hab? Der Backofen hat nämlich eine Gärstufe, mit der man Hefeteig gehen lassen kann) krieche ich nochmal unter die Bettdecke und beginne diesen Post.

9:00 Uhr nachdem ich noch ein bisschen bei craftsy was über Maschinensticken gelernt hab, müssen jetzt mal ganz dringend die Brötchen gebacken werden. Außerdem hat der kleine kleine Mensch mittlerweile auch Hunger.

9:05 Uhr der paketbote klingelt und bringt ein Päckchen. Der große kleine Mensch hat sich für Halloween ein Gespensterumhang mit drauf gestickten Fledermäusen aus Leuchtgarn gewünscht. Mein Stofflager ist groß und mittlerweile finde ich fast immer einen passenden Stoff, aber Organza hab ich dann eher doch nicht vorrätig. Und wie das so ist beim online Stoff bestellen, wegen 3 m Organza, die noch dazu nur rund 5 € kosten lohnen sich die Versandkosten doch nicht! Also noch in der sale-rubrik geschaut und schwuppdiwupp waren da noch 2 m Kinder Jersey und eine Überraschungstüte mit Anzugstoffen sowie 2 knopfpakete im Warenkorb und es fielen gar keine versandgebühren an. Soviel zu meinem mantra „Ich brauche keinen Stoff.“
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9:20 Uhr die Brötchen sind fertig
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10:00 Uhr fertig gefrühstückt. Die kleinen Menschen verkrümeln sich wieder ins Wohnzimmer zum tablet, ich schau noch ein bisschen craftsy Kurse. Das Wetter ist leider sehr durchwachsen, so dass wir gerade sehr träge sind. Hier muss aber auch noch aufgeräumt werden, vor allem das Spielzimmer sieht noch immer sehr schlimm aus nach dem Sommerfest. Wenn mehr als 5 Kinder zusammenkommen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis alle spielzeugkisten inkl. der legokisten ausgekippt sind.

13:00 Uhr das Spielzimmer sieht noch immer aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, obwohl wir 1 h aufgeräumt haben. Trotzdem machen wir jetzt mal eine Pause. Ich gehe Wäsche aufhängen, die kleinen Menschen wuseln hier so rum.

14:00 Uhr wir schauen Tierbücher an.

14:30 Uhr ich hab Hunger. Der kleine kleine Mensch und ich essen die restlichen Brötchen auf.

14:50 mein Handy hat sich aufgehängt. Gefühlt ewig auf den power-knopf drücken hilft auch nix. Aber das Internet behauptet, dass 10 sek den power-knopf drücken helfen soll. Also nochmal ausprobiert und festgestellt, dass 10 sek ganz schön lang sind.

15:00 Uhr die stofflieferung ist direkt in die Waschmaschine gewandert und muss jetzt aufgehängt werden. Außerdem müssen noch ein paar liegen gebliebene Wäschestapel verräumt werden und bei der Gelegenheit sortieren ich auch gleich die zu klein gewordenen Unterhosen des großen kleinen Menschen aus.

Wir wuseln weiter vor uns hin, ich überlege, ob ich mir für die Hochzeit meines Bruders im kleinsten Kreis doch noch ein Kleid nähe, durchforste pinterest nach Inspiration, und mach mich schlussendlich daran, eine mögliche Lösung zu skizzieren. Die Frage ist: ist ein ganzes Kleid in himbeerrot zu viel?
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Irgendwann kommt der Liebste nach Hause und ich fange an zu kochen. Ich probiere nochmal ein Rezept aus dem Kochbuch „Schnelle Gerichte“ aus. Schnell ist natürlich immer relativ, am Ende hab ich dann doch 1 Stunde in der Küche gestanden, bis wir dann um

18:30 Uhr essen konnten. Aber es war sehr lecker und hübsch ausgesehen hat es obendrein
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19:30 Uhr ich probiere mal die infrarotlampe aus, die der Liebste bestellt hat. Ich hab immer mal wieder das Gefühl, dass meine Nebenhöhlen entzündet sind, was sich in Schwindel und schlimmen Kopfschmerzen äußert. Mal gucke.

20:15 Uhr die kleinen Menschen sind im Bett. Und wir schauen eine zwei Folgen „Orange is the new black“. Ich mag ja auch die dritte Staffel bisher.

23:00 Uhr ich gehe ins Bett.

Tagebuchbloggen 5.8.2015

Es ist der 5. und Frau brüllen will mal wieder wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag machen

7:30 Uhr wir liegen im Gästezimmer bei meiner Schwester, und meine nichte kommt rein, um uns zu wecken. Auf dem weg nach in von Südfrankreich ist baden-baden eine sehr gute Station, einen Übernachtungsstopp einzulegen.
Wir frühstücken gemeinsam, packen unsere schlafanzüge ein und sitzen fast planmäßig um 8:40 Uhr im auto um weiter zu fahren. Allerdings nicht nach Hause, sondern wir machen noch einen kleinen schlenker über Schwaben bei meinen Schwiegereltern vorbei

10:15 Ankunft bei den Schwiegereltern. Es gibt ein gemütliches 2. Frühstück auf der Terrasse. Die kleinen Menschen spielen einträchtig miteinander.

11:45 die Schwiegereltern bieten an, mit den kleinen Menschen ins Freibad zu gehen während wir hier auf der Terrasse sitzen, urlaubstagebuch weiterschreiben und ein paar ungestörte Stunden genießen können. ❤ ich recherchiere noch ein bisschen „BH nähen“, weil mich das schon reizt. Ich bin nur ein bisschen am zaudern, weil ich nicht weiß, ob große cup-größen anderes Material benötigen als kleine.

Hm, Stunden war evtl übertrieben. Die sind schneller zurück als ich dachte. Egal, es gibt zwetschgenkuchen. Danach schauen wir urlaubsfotos, zumindestens die handyfotos, die wir dank dropbox auf dem großen Bildschirm anschauen können.
Danach richtet der liebste den Schwiegereltern das WLAN ein. Also erklärt, wie man den laptop mit dem WLAN verbindet. Und lädt erst mal ein riesiges Paket Windoof-updates runter. Was man halt so tut in nicht-technikaffinen Haushalten. Ob wir ihnen noch ein tablet andrehen können in absehbarer Zeit? Wäre für sie sicher komfortabler als diese windoofrechner, mit denen sie mehr schlecht als recht klarkommen. Sind halt Schreibmaschinen für sie… Unterdessen werden die kleinen Menschen gebadet, ich verbinde unser tablet mit dem WLAN und die kleinen Menschen können beim Haare kämmen „Die Sendung mit der Maus“ schauen.

18:00 Uhr ich mache Kräuterquark fürs Abendessen, wir grillen, wie eigentlich ständig in letzter Zeit.

19:00 Uhr Abendessen

20:41 Uhr die kleinen Menschen spielen tablet, wir sitzen mit den Schwiegereltern auf der Terrasse, trinken Wein und essen Nougat…

21:39 ich gehe mit ziemlich sollen Magenschmerzen ins Bett. Hoffen wir mal, dass es nur der frische Knoblauch im Kräuterquark ist, der meiner Verdauung zu schaffen macht…

Tagebuchbloggen 05.07.2015

5:irgendwas Uhr ich höre, wie der gr kl Mensch und der Übernachtungsbesuch sich nach unten schleichen zum Tablet spielen. Am Wochenende ist das morgens früh erlaubt, damit wir Erwachsenen ausschlafen können.

6:15: es fängt an zu regnen. Ich steh auf, um die sperrangelweiten Fenster im Nähzimmer einzuklappen.

6:30 es gewittert. Der gr kl Mensch und das Besuchskind kommen in unser Schlafzimmer, weil sie sich fürchten. Als das Gewitter aufhört, schicken wir sie wieder nach unten, um noch ein bisschen zu dösen.

8:15 Uhr der Liebste steht auf. Ich fühle mich viel platter als um 6:30 Uhr.

8:30 Uhr anziehen, nach unten gehen, an den gedeckten Frühstückstisch setzen. In einen angenehmen Luftzug. Allerdings ist der kl kl Mensch högscht mies gelaunt. Wegen allem und jedem fängt er sofort an zu heulkreischen und will „Papa Arm!!!“.

9:40 Uhr Der Übernachtungsbesuch wird abgeholt

10:00 Uhr Wir machen uns auf den Weg ins Schwimmbad. Seit der große kleine Mensch den Schwimmkurs ohne Seepferdchen abgeschlossen hat, gehen wir, wenn es irgendwie möglich ist, am Wochenende ins Schwimmbad. Für uns Erwachsene ist das eher lästige Pflicht als großer Spaß. Heute haben wir sogar das Freibad mal ausprobiert, auch wenn das Wetter eher durchwachsen war, aber es war definitv noch warm genug. Und zu guter Letzt hat der große kleine Mensch dann noch das Seepferdchen gemacht! Hurra! (Jetzt muss ich ihm endlich die gewünschte Badehose aus dem Reststoff vom Bombshell Badeanzug nähen, weil er das Abzeichen auf diese Badehose haben möchte…)

12:30 Uhr Sendung mit der Maus. Es ist wirklich toll, dass man die mittlerweile jederzeit im Internet nachschauen kann! (Fun Fact: Das Entstehen des Films über die Kühlschrankmagnete habe ich am Rande mitbekommen, weil der Liebste als Berater für die Produktionsfirma fungierte)

13:00 Uhr aufräumen, wir bekommen gleich noch Besuch. Und Limo machen. Selbstgemachter Minzsirup, Zitronensaft, Eis und Leitungswasser. Bei größeren Mengen Limo frieren wir immer einen Liter Wasser in einer alten Eispackung ein, legen diesen Eisblock in eine Schüssel und machen darin dann die Limo. Funktioniert sehr gut. (und ich hab vergessen ein Foto davon zu machen…)

14:30 Uhr Der Besuch kommt endlich und bringt Muffins mit. Zuerst sitzen wir im abgedunkelten Esszimmer, essen extrem schokoladige (->leckerleckerlecker) Muffins und von gestern übrig gebliebenen Johannisbeerbaiser.traeubles_baisser_150704-007 Irgendwann gehen wir raus in den schattigen Garten. Den Garten nutzen wir so gut wie nie, weil er eben schattig ist. Immer. 2015-07-05 16.28.34Aber an so Tagen wie heute ist das perfekt. Die kleinen Menschen spielen mit dem Planschbecken und dem Wasserschlauch. Nachdem ich die Düse von Strahl auf Wasserstaub umgestellt hatte, kams zum einen nicht mehr zu Konflikten zwischen 3 m entfernt sitzenden Erwachsenen und dem große kleine Menschen und der große kleine Mensch zauberte die tollsten Regenbogen und war selbst total entzückt von seinem Können.

17:30 Uhr Da sich am Himmel so langsam ein Gewitter zusammenbraut, gehen wir wieder ins Haus, schnibbeln Gemüse fürs Grillen und richten das Fleisch her. Zwischenzeitlich gab es Bedenken, ob wir überhaupt grillen können, aber die Regenschauer sind aushaltbar genug, dass man den Grill bedienen kann, ohne bis auf die Haut nass zu werden. Gegessen wird im Esszimmer. Wie immer, wenn wir mit Gästen grillen, haben wir zuviel zu Essen, aber das kommt sicher morgen zum abendessen noch weg.

19:15 Uhr Seit der kleine kleine Mensch keinen Mittagsschlaf mehr macht, schläft er häufig auf dem Sofa ein. So auch heute. Der Liebste trägt ihn nach oben ins Bett und der große kleine Mensch geht um 19:45 Uhr ohne groß zu murren hinterher. Die Gäste fragen sich, ob sie jetzt aufbrechen sollen, denn nach ihrer Erfahrung mit anderen Eltern sind diese nun sicher mindestens 1 Stunde mit Kind ins Bett bringen beschäftigt. Als der Liebste nach 10 min wieder runter kommt, sind sie sehr überrascht. In der Zwischenzeit haben sowohl meine Freundin als auch ich von unseren Müttern sehr sehr ähnliche What’s App Nachrichten bekommen mit Bildern von hühnereigroßen Hagelkörnern.

21:00 Uhr Als sich im mittlerweile sehr starken Regen mal eine kleine Lücke auftut, beschließen die Gäste, dass sie nun aufbrechen möchten.

Der Liebste und ich sitzen dann noch gemeinsam auf dem Sofa und diskutieren, wie so oft in den letzten Tagen, den Zustand Europas. (Und wie sehr die Postmoderne den Zeitgeist versaut hat.) Ich habe von Volkswirtschaft und Finanzwesen viel zu wenig Ahnung, als dass ich mich hier in irgendwelche Analysen versteigen werde. Nur bin ich überzeugt, dass Europa nur deshalb in eine Krise diesen Ausmaßes geraten konnte, weil es keine echte gemeinsame Finanzpolitik gibt. Der Euro beruht auf Verträgen zwischen (finanz)politisch souveränen Staaten und nicht auf gemeinsame finanzpolitische Entscheidungen. Das Vertrauen in die Währung basiert darauf, dass darauf vertraut wird, dass die Verträge eingehalten werden. Eine Währung ohne Vertrauen funktioniert nicht (Geld ist schlicht ein Stück Papier bzw. bits und bytes auf einem Konto). Ich bin schon lange der Meinung, will Europa langfristig bestehen, muss die europäische Integration viel viel weiter gehen als Verträge über eine gemeinsame Währung und Beschlüsse zum maximalen Krümmungsradius der Salatgurke (ja, das war Polemik und ja, ich weiß, dass diese Richtlinie längst abgeschafft wurde. Mir geht es darum, wie die EU wahrgenommen wird). Schafft endlich eine Europäische Verfassung! Schafft eine Europäische Föderation. Gebt dem Europaparlament endlich die Legitimation, die die Bezeichnung „demokratisch“ wirklich verdient! (An dieser Stelle nochmal ein tief empfundenes Danke an meinen Sowi-LK-Lehrer! Durch seinen Unterricht habe ich verstanden, was Europa bedeutet und dass es eben nicht um den Krümmungsradius von Salatgurken geht bei diesem Projekt. Sondern um etwas unendlich viel Kostbareres: Frieden und Wohlstand.* Und letzteres steht gerade ganz gewaltig auf der Kippe, für die Griechen sehr sehr konkret, für den Rest von Europa aber durchaus auch und damit ist auch ersteres bedroht. Noch nicht so konkret und spürbar, aber wir werden gerade Zeuginnen der beginnenden Desintegration Europas. Das macht mir Angst!)2015-07-05 21.50.51

22:30 Uhr Das so deutlich aufzuschreiben macht mir klar, wie sehr es mir Angst macht. Ich muss mich irgendwie ablenken, denn es nützt ja nix, jetzt hier zu sitzen und Bauchschmerzen zu bekommen. Mir ist klar, dass ich den Kopf nicht in den Sand stecken werde und mich weiterhin für eine vollständige europäische Integration einsetzen werde. Aber jetzt brauch ich erstmal eine Portion Peanut Buttercup Eiscreme und eine Folge „Mord mit Aussicht“, damit ich heute Nacht schlafen kann. Das meine ich jetzt wirklich genau so.

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* Es ist mir klar, dass das mit dem Wohlstand so nicht eindeutig formuliert ist und ich habe beim Schreiben auch kurz gestockt, weil es arg verkürzt ist. Es ist eine legitime Kritik, dass unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem nicht genügend sozialen Ausgleich schafft. Aber die einzige Möglichkeit in einer gerechterweise sich immer weiter globalisierenden Gesellschaft die politische Handlungsfähigkeit für mehr sozialen Ausgleich und Gerechtigkeit zu erhalten, ist es eine starke und geographisch größere Demokratie zu schaffen als die gegenwärtig mickrigen europäischen Nationalstaaten.

Tagebuchbloggen 05.06.2015

Es ist der 5. und Frau Brüllen will wieder wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag gemacht haben.

6:20 Der Wecker klingelt. Da ich aber ganz alleine zu Hause bin, der Liebste ist mit den kleinen Menschen in Schwaben, drück ich beherzt bis 7:20 Uhr alle 10 min auf Snooze. Dann stehe ich auf, ziehe mich an, gieße die Balkonpflanzen, weil ich das am Abend vergessen hatte und frühstücke.

8:15 Uhr ich bin im Büro und widme mich dem unglaublich öden kopieren von Zahlen aus einer Excel-Tabelle in die andere.

9 Uhr obligatorische Kaffeepause.

9:20 weiter gehts mit stupidem Kopieren. Wenn man vor so einem großen Versuch schon wüsste, wann man wie welche Daten nimmt, könnte man das Protokolldesign sicher optimieren. Da wir aber im Verlauf der Versuche ne Menge gelernt haben, hat sich dabei auch unsere Datennahme geändert und passte damit nichtmehr zum Design meiner Auswertetabelle… Der hier mitlesende Teilchenphysiker lacht sich jetzt sicher schlapp angesichts der Terabyte Daten, die die in ihren Experimenten sekündlich nehmen…

11:30 Uhr Mittagessen Auf dem Weg dorthin ärgere ich mich, dass ich nicht vorher noch eine Schmerztablette genommen hab. Dieser Wetterumschwung von kühlen 12°C auf 30 °C innert 2 Tagen macht mein Kopf nicht mit. Vielleicht hab ich aber auch gestern zuviel Ammoniak geschnuppert, wer weiß… Wir nehmen uns für den Rückweg noch ein Eis mit und schlendern durch den Park.

12:30 Uhr Weiter gehts mit Zahlen kopieren. Aber es ist ein Ende in Sicht.

13:30 Uhr Leider streuen die Analysenergebnisse so sehr, dass man eigentlich gar nix richtiges aus den Daten rauslesen kann. Grmpf… Mit ein bisschen gefrickel und weniger wissenschaftlich sauberen Anspruch (hey, das ist keine Doktorarbeit, sondern ein hinsichtlich Kosten optimierter Versuch in der Industrie!) kommen am Ende doch noch ein paar schöne Graphen dabei raus.

16:30 Uhr Der Bericht ist geschrieben, ich bin sogar einigermaßen zufrieden mit mir. Jetzt dann mal einkaufen. Draußen ist es unerträglich heiß, ich fahre im Schneckentempo mit dem Fahrrad in die Stadt. Ich kaufe Unmengen Obst und Gemüse, vollkommen ungeachtet der Tatsache, dass zu Hause auch noch die Gemüsekiste vor der Kellertür steht. Die Erdbeeren haben den Transport mehr schlecht als recht überlebt. Also hab ich die direkt verspeist.

Bei dieser Hitze vermisse ich die Möglichkeit, nach der Arbeit mal eben schnell in die Limmat springen zu können schon sehr. In regelmäßigen Abständen erfasst mich dieses Schweizweh. Heute versuche ich es ein wenig mit Limette-Minze-Eistee zu bekämpfen. Den gabs an der ETH in der Cafeteria, die von der SV betrieben wird, und vor einiger Zeit machte ich einen Workshop zu den Unternehmenswerten in einem Tagungszentrum, das der SV Group gehört. Und dort konnte man das Pulver dieses Eistees kaufen. Und nun kann ich mir also an so Tagen wie heute ein Getränk mixen, das schmeckt, als säße ich auf dem Hönggerberg auf der Terrasse der Cafeteria.

20:00 Uhr Bei Twitter wurde ich auf diesen tollen Film aufmerksam

und nun möchte ich auf so einen Häkelkragen haben. Wenn ich mich entscheiden könnte, wäre ich sogar bereit, den Preis dafür zu bezahlen. Teurer als Schmuck aus Metall ist es auch nicht und fair noch dazu.

20:30 Uhr Statt Obst mache ich mir einen Salat zum Abendessen. Mit Orangenkürbis. Und Kürbiskernen. Und Kürbiskernöl. Lecker! Und weil ich alleine bin, darf ich vor dem Fernseher essen! Yay!

21:45 Jetzt noch ein bisschen Pam Howard dabei zuschauen, wie sie einen Jacket näht. Ich nähe nämlich gerade auch eins. Und weil ich den Schnitt selbst konstruiert hab, hab ich keine Anleitung. Da ist dieser Craftsy-Kurs extrem hilfreich!!!

22:00 Uhr Die Balkonpflanzen! Fast hätte ich wieder vergessen sie zu gießen! Danach weiter schauen, wie man denn jetzt genau Ober- und Unterkragen zusammenbringt bei einem Reverskragen. Mein Problem: Ich hab keinen rückwärtigen Beleg und bin mir noch unschlüssig, ob ich das Futter also erst an die Belege annähe, bevor ich Ober- und Unterkragen zusammennähe. Ich sinniere darüber noch ein wenig.

23:00 Uhr noch schnell Brötchenteig ansetzen, auch an einem familienfreien Wochenende möchte ich mittlerweile nicht mehr auf die selbstgebackenen Brötchen zum Frühstück verzichten. Dann ins Bett.

1 Woche Berlin – Teil 1: Mit den kleinen Menschen

Puh, viel erlebt. Ich bin noch ein bisschen am verdauen der verschiedenen Eindrücke. Berlin mit den kleinen Menschen, Berlin alleine, re:publica.

Am 1. Mai fuhren wir alle 4 (die kleinen Menschen, der Liebste und ich) mit dem Zug nach Berlin. Ich bin jedes mal entzückt, wie gut das Bahn fahren mit den kleinen Menschen funktioniert. Ich gebe zu, wir machen es uns aber auch leicht und nehmen das tablet mit, auf dem die kleinen Menschen spielen dürfen. Allerdings nur mit Kopfhörern.berlin150501kinder-001
Nachdem wir unser Gepäck in Friedrichshain beim Freund abgeladen hatten, packten wir den frisch gebackenen Kuchen ein und trafen uns am Boxhagener Platz mit Freunden auf dem Spielplatz. Das war total super. Die Erwachsenen konnten sich entspannt unterhalten, die kleinen Menschen spielten sehr selbstständig. Neue Spielplätze sind halt schon spannender als dieses olle Ding zu Hause. Und fließendes Wasser ist sowieso immer gut!
Die Suche nach Abendessen war etwas schwierig, weil wir im Burgeramt eine halbe Stunde auf einen Sitzplatz hätten warten müssen. Die kleinen Menschen hatten sich aber schon auf Pommes eingestellt, weshalb Pizzeria o.ä. ausfiel. Schlussendlich aßen wir bei Kreuzburger, was okay, aber auch nicht mehr war. Und der kleine kleine Mensch wurde zunehmend unleidlich/anhänglich. Irgendwann zurück zum Freund, die kleinen Menschen bettgehfein machen und hinlegen. Dabei machten wir einen fatalen Fehler: wir verdunkelten das Fenster nicht. Also waren sie am nächsten morgen um 5:30 Uhr wach und spielten tablet. Das versprach ein anstrengender Tag zu werden mit unausgeschlafenen kleinen Menschen.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum Technikmuseum. Allerdings gingen wir zuerst ins spectrum, die Wissenschaftsausstellung. Da gibt es ein Foucault’sches Pendel, das alle paar Minuten einen pin umschmeißt.

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Außerdem ganz viele Experimente zu allen Bereichen der klassischen Physik.

Luftströmung

Luftströmung

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Luftströmung

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Wasserstrudel

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Freitragende Brückenkonstruktion

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magnetische Flüssigkeit

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Wärmebild vom Liebsten (der ist in Wirklichkeit natürlich viel hotter 😉 )

Wir machen Musik

Wir machen Musik

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Leuchtbilder mit sich drehenden Scheiben

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Plasmalampe. Inklusive Stromschlag für den großen kleinen Menschen und mich. Ups

Aber auch ein paar Sachen zu Teilchenphysik gabs zu sehen. Eine Nebelkammer. Sehr spannend, Elementarteilchen auf diese weise mit dem bloßen Auge sehen zu können!

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Die kleinen Menschen waren total begeistert, allerdings probierten sie hauptsächlich rum und waren an Erklärungen wenig interessiert. Aber dafür sind sie auch noch etwas zu jung. Und die Phänomene sehen ist ja auch schonmal ein wichtiger Schritt.

Im gleichen Gebäude gab es dann auch noch eine kleine Automobilausstellung, in der wir uns recht lange herumtrieben.

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Längsschnitt durch einen 5er BMW

Anschließend wollten die kleinen Menschen aber auch noch Flugzeuge und Boote anschauen. Also trieben wir uns noch ein bisschen im Neubau des Technikmuseums rum.

Auf dem Rückweg nach Friedrichshain schlief der kleine kleine Mensch dann auf dem arm des Liebsten ein. Gut dass der Liebste so stark ist! Allerdings war der kleine kleine Mensch nach dem Aufwachen sehr lange Zeit sehr schlecht gelaunt.

Immerhin dachten wir diesmal daran das Fenster zu verdunkeln. Am Sonntag morgen schliefen die kleinen Menschen also etwas länger. Nach dem Frühstück gingen wir nochmal auf den Spielplatz am Boxhagener Platz. Danach fuhren wir zum Alex und nahmen den 100er bus Richtung Westen. Doppeldeckerbus! Am Reichstag stiegen wir aus, gingen durchs Brandenburger Tor und Unter den Linden entlang,

Ampelmännchen

Ampelmännchen

stiegen dann wieder in den Doppeldeckerbus und fuhren wieder zum Alex. berlin150501kinder-018Dann holten wir das Gepäck vom Liebsten und den kleinen Menschen, fuhren zum Ostbahnhof und stiegen dort in den Zug nach Köln. Ich stieg am Hauptbahnhof aber wieder aus.

Fazit: Städtereisen mit Kindern können funktionieren. Wir hatten das Glück, beim Freund unter zu kommen. Dadurch war es deutlich entspannter als es wahrscheinlich in einem Hotelzimmer gewesen wäre. Wir hatten Platz, die kleinen Menschen hatten einen eigenen Raum zum schlafen. Eine Ferienwohnung zu mieten hätte ich angesichts des Berliner Wohnungsmarktes irgendwie Skrupel.
Den kleinen kleinen Mensch musste ich häufig ermahnen, dass er schauen soll, wo er hin läuft, weil er oft mit staunenden Gesicht allen möglichen Dingen nachschaute.

Wir haben versucht, uns sehr auf den Rhythmus der kleinen Menschen einzulassen und vor allem nicht zu viel zu unternehmen. Immer wieder Spielplatzzeit eingeplant.

Toll fand ich, wie wenig sie gequengelt haben. Laufen, anschauen, s-bahn fahren, alles kein Problem. Ich hatte nie das Gefühl, sie könnten in der Großstadt verloren gehen. Oder irgendwas könnte schief gehen, weil sie nicht kooperieren. Ob wir allerdings nochmal beim Freund unterkommen, weiß ich nicht. Denn der kleine kleine Mensch kann auch in fremden Wohnungen so laut, hochfrequent und ausdauernd kreischen wie zu Hause, wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen läuft. Und das kann einen, wenn es nicht das eigene Kind ist, ganz schon mürbe machen. Deshalb an dieser stelle nochmal ein fettes dankeschön an C. der uns 3 Tage ertragen hat.

Tagebuchbloggen 5. Mai 2015

Es ist wieder der 5. und frau brüllen will wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag gemacht haben. Ich hab keine Ahnung, ob ich das heute anständig auf die Reihe bekomme mit dem tagebuchbloggen. Ich bin in Berlin bei der re:publica und fürchte, dass ich später irgendwann reizüberflutet wimmernd in der Ecke liege…

8:00 Uhr der Wecker klingelt. Hurra, 1 1/2 Stunden später als sonst. Ich liege mit Alexandra irgendwo in Neukölln in einer Berghütte.
Das aufstehen fällt erstaunlich leicht. Duschen, anziehen, gemütlich einen Tee trinken und ein croissant essen. Luxus! Mein tempo, keine Ermahnungen am frühen morgen, kein Geschrei, kein gehetze…

Reizüberflutung, viele viele Menschen, belanglose Vorträge, nette Gespräche, the perks of being a extrovert,…

18:52 Uhr ich sitze mit Alexandra und Vrouwelin in Neukölln im „ein laden“ zum Abendessen.
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Der antipastiteller
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ist ebenso der Hammer wie der Lachs mit Ofengemüse
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Irgendwann kam Lucy noch dazu und wir haben uns sehr gut unterhalten.

22:00 Uhr wir machen uns auf den weg zurück zu unserer Berghütte. Noch ein bisschen mit dem liebsten telefonieren, der vom bahnstreik und alleinkinderverantwortlich etwas herausgefordert wird.

23 Uhr noch drölf Stunden twitter nachlesen und dann schlafen.