Allgäu 16.07.14 – Oytal und Käseralpe

Jetzt ist es offiziell: Wir sind total irre. Während andere Familien mit 2 Kindergartenkindern den Buggy mit Buggyboard aus dem Kofferraum wuchten und in Oberstdorf flanieren, mieten wir uns 2 Fahrräder (ohne Elektromotor) und einen Kinderanhänger. Und damit fahren wir dann nicht etwa gemütlich an der Iller entlang (kommt noch, wenn wir endlich richtig platt sind hätte noch kommen sollen, wenn wir irgendwann mal so richtig platt gewesen wären), sondern auf die Käseralpe. OK, nicht ganz, aber dazu kommen wir noch.

Während unseres ersten Urlaubs bei Familie Winkler in Hinang hatten wir schon den tollen Tip von unseren tollen Vermietern bekommen: Das Oytal südöstlich von Oberstdorf . Letztes Jahr konnten wir diese Tour nicht wiederholen, der große kleine Mensch war mit damals fast 4 Jahren noch nicht groß genug für den langen Anmarsch ins Oytal, und der kleine kleine Mensch hätte uns wahrscheinlich die Ohren weggequietscht. Nun sind die Kinder ein Jahr älter, und daher belast- bzw. begeisterbarer. Trotzdem hatten wir das Gefühl, dass der ganze Weg (eine Strecke 11 km) zu lang für den großen kleinen Menschen wäre, wenn er ihn nun komplett alleine zu Fuß erlaufen muss. Daher verfielen wir nach unserer gestrigen Tour zuerst auf die Idee mit der Pferdekutsche, die fährt für nicht insignifikantes Entgelt nämlich von Oberstdorf zum Oytalhaus. Das dauert pro Richtung 1.5 Stunden, und man hat nur 2 Stunden Zeit oben am Anfang dieses grandiosen Hochtals. Den langen Weg durchs Tal und dann den Aufstieg zur Käseralpe kann man in diesen 2 Stunden komplett vergessen. Glücklicherweise trauerten wir ob dieser Erkenntnis auf dem Bahnhofsvorplatz in Oberstdorf, direkt neben einem Schild mit der Aufschrift „E-Bike und Mountainbikeverleih“. Hmmm….

Die hatten sogar einen Kinderanhänger für 2 Kinder. Also direkt für den nächsten Tag (also heute) zwei „normale“ Trekkingräder reserviert. Und heute morgen waren wir dann auch um 9:30 Uhr schon wieder in Oberstdorf und nahmen unsere fahrbaren Untersätze in Augenschein: 2 Damen“Trekking“fahrräder mit obligatorischer Federgabel, für den Liebsten zu kurzer Sattelstütze, herrlich schlechten Sätteln und einem viel zu kurzen Abstand zwischen zu hohem Lenker und dem Sattel. Wer freiwillig auf sowas fährt, saß wirklich noch nie auf einem vernünftigen Fahrrad.

Trotzdem waren wir prima Laune, und schlängelten uns durch den morgendlichen Einkaufsverkehr in der Oberstdorfer Fußgängerzone, welche gefühlt mindestens den halben Ort umfasst. Ein Bekleidungs-, Schmuck-, Souvenir- und Schuhgeschäft am anderen, aber keine Drogerie oder Bank, was wir nebenbei so gebraucht hätten.

Der Einstieg in die Fahrt hinauf zum Oytal ist auch gleich das härteste Stück: Direkt vor den Schattenbergschanzenallgaeu_web_2014-005 (4-Schanzen-Tournee und so) rechts ab den Berg hoch. Der große kleine Mensch plapperte munter weiter, und fragte irgendwann: „Papa, kannst Du nix mehr sagen?“. Genau. Nix, aber auch gar nix, außer Keuchen. Wir schafften es aber, nur gelegentlich überholt von Leuten, die schon zum E-Bike gegriffen hatten. So weit sind wir aber auch nach dem heutigen Tag noch nicht! Und selbst die E-Bike-Fraktion machte den Eindruck, absolut am Anschlag zu sein.

Nach dem ersten Stück wird es flacher, und man denkt, man „rollt“ parallel zu den Höhenlinien. Man wundert sich dabei die ganze Zeit, warum man immer noch nicht so recht in Schwung kommt. Aber landschaftlich ist es wunderschön, und es wird immer schöner! Nach etwa einer halben Stunde erreicht man dann den Eingang des eigentlichen Oytals, mit einer Allee zum Oytalhaus inmitten einer grandiosen Bergarena.allgaeu_web_2014-006

_DSC02622014-07-16 11.28.23Am Oytalhaus machten wir dann erstmal Rast, hauptsächlich um uns zu regenerieren. Danach ging es weiter, nun auf Schotterwegen, immer tiefer (und ganz langsam höher) ins Tal. An dessen Ende wartet dann gefühlt eine Wand, die es zu erklimmen gibt, will man in den darüber gelegenen nächsten Talkessel mit der Käseralpe. Das war dann für uns und unsere Flanier-Drahtesel endgültig das Ende, die Räder wurden auf halber Höhe am Rand geparkt, und wir wanderten einfach weiter. Nur im Gegensatz zu gestern ohne Kiepe für den kleinen kleinen Menschen. Aber das machte ihm gar nichts, und wenn er gut drauf ist, dann ist er schneller als der große kleine Mensch. Besonders motivierend: Die Regenwasserablaufrinnen diagonal in der Straße. Darüber muss man nämlich immer einen großen „Sch(r)itt“ machen, wie er uns bei jeder (!) Rinne erklärte.

Nach dem erfrischenden Wasserfallemiljulius_gallery_140727-026(ja, die kleinen Figuren da am Ende des Weges, dass sind wir!!!) und einer kleinen Rast auf der Straße ging es dann vollends hoch zur Käseralpe, mit ganz vielen tollen Kühen und Katzen und Pferden und Hunden, die bewundert werden konnten, leckerer Limo, und einem lustigen Fußballspiel („Ich bin nämlich Weltmeister!“). Wundervoll!panorama04-001-panorama04-009Der Rückmarsch bis zu den Rädern war problemlos, und auch die Rückfahrt gestaltete sich einfacher als gedacht. Das Tal ist nämlich gar nicht so flach, wie man denkt. Auf der Hinfahrt hielten wir uns noch für Schlaffis, weil wir auch auf den „flachen“ Stücken nur mühsam voran kamen, aber auf der Rückfahrt bemerkten wir dann, dass wir einer optischen Täuschung erlegen waren: Die Berge nebendran sind so steil, dass das Tal selbst komplett flach erscheint, obwohl es das nicht ist. Also konnten wir es kilometerweise auf dem Schotterweg mit Anhänger einfach ohne Triebeln laufen lassen.

Noch mal eine kurze Spielplatzpause auf dem tollen Spielplatz am Oytalhaus (Mit Kinderklo, auch erwähnenswert, und Wassereis ;-)). Für ältere Kinder und Erwachsene kann man dort auch Roller mieten, mit denen man abfahren kann. Wir machten uns natürlich mit den Leihfahrräden auf nach Oberstdorf. Als wir dort ankamen, hatten sich bedrohliche Wolkengebilde über dem Tal aufgetürmt, und es grummelte gewaltig, aber mit perfektem Timing verabschiedeten wir uns zurück nach Hinang.

Dort wurde noch im Garten mit der Wassertonne gespielt, Himbeeren gegessen, Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt, und dann war der Tag auch schon wieder rum. Naja, nicht ganz, der Liebste zog dann nochmal los, um ein paar Bilder vom Dorf zu machen.allgaeu_web_2014-017 allgaeu_web_2014-014 allgaeu_web_2014-013 allgaeu_web_2014-011

Me Made Mittwoch

Heute mal total langweilig eine exakte Wiederholung meines Outfits vom 17. April 2013. Auf dem Fahrrad allerdings mit Regenhose drunter und Regenmantel drüber. IMAG0248Wenn eine genau hinschaut, dann kann sie links noch ein bisschen Saum unter dem Mantel hervorblitzen sehen (dunkelgrauer Streifen)

Ihr fragtet nach Detailfotos, und ich bin mir nicht zu fein, auch die hässlichen Details zu zeigen, mit denen ich nicht zufrieden bin 😉

Ich sagte es ja bereits, die Schulternähte musste ich wurschteln, weil ich nicht auf Wiebke hören wollte und den Beleg (Hals- und Armausschnitt zusammen) rundherum festgenäht habe nachdem ich die Schulternähte geschlossen hatte. Also Schulternähte wieder auftrennen, Kleid wenden, Schulternähte zusammenwurschteln. Das hab ich jetzt davon, in der rechten Schulternaht ist jede Menge Versatz drin.

DSC_0713links ist besser geworden

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Dank Sinje weiß ich ja nun, wie ich einen nahtverdeckten Reißverschluss auch ohne Spezialfüßchen einnähe (das Teil ist noch immer nicht da!!!) und ich bin mit dem Ergebnis eigentlich ganz zufrieden.

DSC_0711Mehr selbstgemachte Kleidung wie immer beim Me Made Mittwoch

Unser erster Zeltausflug zu dritt

Wir haben lange davon geträumt, geredet und geplant, nun haben wir es endlich auch getan: mit dem Tandem, Kinderanhänger und Zelt eine 2-Tages-Tour gemacht.

Die Wettervorhersage für das Himmelfahrtswochenende war gut und gesundheitlich ging es allen Beteiligten so gut, dass wir uns am Freitag morgen von Leverkusen aus auf den Weg Richtung Siegen gemacht haben.

Bei der Streckenplanung haben wir versucht, uns einigermaßen an größeren Straßen und an Flüssen zu orientieren. Die größeren Straßen deshalb, weil wir keine Lust hatten, an jeder Kreuzung anzuhalten und die Karte zu befragen, wie es weitergeht. An Flüssen deshalb, weil wir so das im Bergischen Land unvermeidliche auf und ab so weit es ging vermeiden konnten.

Bikemap war mal wieder sehr hilfreich bei der Streckenplanung. Glücklicherweise lag der Campingplatz, den wir uns ausgeguckt hatten, ziemlich genau auf der Strecke, die wir uns ausgeguckt hatten.
Der Anfang war dann doch mit ziemlich vielen Stops verbunden, um die Karte zu befragen, denn bis man erstmal aus dem Kölner Einzugsgebiet heraus ist, muss man sich durch etliche Wohngebiete wurschteln.
Am Bensberger See haben wir dann eine längere Pause gemacht, um den kleinen Menschen nicht zu lange im Anhänger sitzen zu lassen, sondern ihm immer wieder die Möglichkeit zu geben, sich die Beine zu vertreten. Beim Weiterfahren haben wir dann bemerkt, dass etwa 100 m weiter ein echt schöner Kinderspielplatz gewesen wäre, aber ich glaube, der kleine Mensch hat sich auch mit dem Beobachten der Gänse gut amüsiert. Danach ging es dann das erstemal nennenswert bergauf Richtung Bensberg. Mit Anhänger, Kind und dem ganzen Gepäck schon ein anderer Schnack als wenn man „nackt“ unterwegs ist. Und Bergrunter kann man auch nicht einfach so laufen lassen, denn mit dem ganzen Gewicht wird man verdammt schnell und der Bremsweg sollte ja nun nicht allzu lang werden, rücksichtslose AutofahrerInnen gibt es ja leider immer wieder.
Nach dem zweiten Anstieg nach Heiligenhaus haben wir mal kurz Pause gemacht, um was zu trinken und dabei diskutiert, dass man mit dem Gewicht ganz vorsichtig abfahren muss, damit der Schlauch aufgrund von überhitzten Felgen nicht platzt. Wir sind auch ganz vorsichtig abgefahren und trotzdem gab es kurz hinter der Ortseinfahrt von Overath einen lauten Knall und der Schlauch des Hinterreifens war dahin. Wir hatten echt mega Glück, dass da nicht mehr passiert ist, wäre der Schlauch vom Vorderreifen geplatzt, wäre das sicher unschön geworden. Glücklicherweise gibt es in Overath einen Fahrradladen, in dem wir einen neuen Schlauch und einen neuen Mantel kaufen konnten. In der irrigen Annahme, dass die Marathon Supreme Mäntel ja pannensicher sind, haben wir nämlich auf die Mitnahme von Ersatzschläuchen verzichtet, wie leichtsinnig… Die Mittagspause wurde also so verbracht:
Der Rest der Strecke war dann endlich am Fluss (Agger), also keine weiteren nennenswerte Steigungen bis zum Campingplatz. Trotzdem hatte ich etwas Respekt vor der 2. Etappe, da da nochmals 2 Abfahrten vorkommen sollten, die mindestens so lang waren, wie die nach Overath. Landschaftlich war die erste Etappe aber leider hauptsächlich vom Kölner Speckgürtel geprägt, der noch bis weit hinter Overath spürbar war und auch nach Engelskirchen noch fuhren sehr viele Autos und LKW auf der Straße, obwohl wir die ganze Zeit parallel zur A4 fuhren. Eine echte Perle war der Ort Ründerroth, dort war es echt schnuckelig. Da der kleine Mensch nach der Mittagspause recht schnell eingeschlafen ist, konnten wir ab Overath ohne Pause durchfahren und als er aufgewacht ist, waren wir schon fast in Bielstein, dem Ziel der ersten Etappe. Der Campingplatz lag sehr idyllisch direkt an der Wiehl, allerdings sind diese Dauercamper ja schon ein Völkchen für sich. Und unsere Nachbarn kamen aus Großbritannien und hatten einen vollkommen unverständlichen Akzent, sozusagen schwyzerdütsch auf englisch :-). Abgesehen davon, dass die Kids bis 23 Uhr rumgekreischt haben und sich die Erwachsenen morgens um 6:20 Uhr gestritten haben wie die Bürstenbinder, war es eine interessante Freakshow.
Der Platzwart war aber sehr nett und hat uns einen Tisch und 2 Bänckchen ausgeliehen, so dass wir sehr komfortabel unsere gefriergetrocknete Trekkingnahrung essen konnten.

Nach einem gemütlichen Frühstück in einer Bielsteiner Bäckerei ging es dann weiter. Der Plan war eigentlich, dass wir zur Wiehltalsperre rauffahren und dann entlang der Talsperre Richtung Siegerland. Allerdings kommt man gar nicht direkt an die Talsperre heran, so dass wir sogar noch mehr Höhenmeter gemacht haben, als geplant und uns in Schalenbach von einem sehr hilfsbereiten Reiter den Weg nach Wildbergerhütte erklärt bekommen haben. Wir mussten dann auch tatsächlich einmal schieben, weil das Hinterrad auf dem Schotterweg durchgedreht ist, und das trotz Gepäck und Anhänger…
Über Rothemühle ging es dann rauf zum Löffelberg und dort dann ab in den Wald. Die Mittagspause war dann relativ kurz, weil es einfach viel zu warm in der Sonne war.

Auf der Wilhelmshöhe angekommen, musste ein Zielfoto natürlich noch sein

bevor der kleien Mensch und ich uns dann in den Pool gestürzt haben.


Landschaftlich war der zweite Tag viel schöner, allerdings auch ein bisschen anstrengender, weil es dann doch über ein paar größere Hügel ging.

Die Rückfahrt haben wir dann aber lieber mit dem Zug gemacht.

Fahrrad #3

Ich habe mir mal wieder ein Fahrrad gekauft… Da die Fahrradmitnahme in der S-Bahn in Köln kostet und ein normales Fahrrad auch nur bedingt praktisch ist in der S-Bahn, habe ich mir diesmal ein Faltrad gegönnt. Im ICE transportiert man es am besten so:

in der S-Bahn geht es am praktischsten ohne Tasche,…

denn so kann man es dann bequem über den Bahnsteig schieben…

oder (halb)bequem tragen, wenn man es eilig hat

Und schlussendlich klappt man es auseinander und kann losfahren:

Allerdings sollte man aufpassen, dass man nicht vor lauter Freude am neuen Fahrrad das Portemmonaie geklaut bekommt. Ich hatte heute mega Glück, dass ein älterer Herr bemerkt hat, dass da so ein Halbwüchsiger an meinem Rucksack rumfummelt, während ich das auseinandergeklappte Rad die Treppe rauftrage und denke, das Gefummel am Rucksack sei der Sattel, der gegen meinen Rücken stößt. Mir haben ganz schön die Knie danach gezittert und ich war ziemlich durch den Wind und super erleichtert, dass nichts passiert ist!

Buchtipp


Vor ein paar Wochen bin ich über ein Buch gestolpert, welches mich sehr berührt hat:
Siljas Reisen“ von Stefan Rosenboom.
Darin beschreibt er die Reisen, die er gemeinsam mit seiner Tochter und seiner Frau gemacht hat in Wort und Bild. Die erste Tour haben sie gemacht, als Silja 9 Monate alt war, zu Fuß im Naturpark Cabo de Gata in Andalusien, Silja in der Kraxe. Als sie dann 18 Monate alt war, sind die drei, wieder mit der Kraxe, einmal durch die Pyrenäen vom Mittelmeer zum Atlantik gelaufen.
Neben den unglaublich wunderschönen Bildern erzählt Rosenboom aber auch mit Worten sehr eindrückliche Geschichten über das „Glück, als Familie unterwegs zu sein“. Diese Geschichten lassen einen oft schmunzeln, und allesamt machen sie Mut, auch mit einem kleinen Kind das Abenteuer Trekkingurlaub zu wagen. Der Schlüssel zu einem entspannten Urlaub dieser Art scheint zu sein, dass man sich auf den Rhythmus des Kindes einlässt.
Beim Lesen habe ich mich immer wieder dabei ertappt, wie ich davon geträumt habe, mit dem Tandem und Kinderanhänger unterwegs zu sein, gemütlich mit Liebsten und „Bruno“ im Zelt liegen, kuscheln, rumalbern,… Oder durch die Berge wandern…

So sieht man alte Bekannte wieder

Jaja, da hat man tausend Sonderwünsche, wenn man so ein Tandem bestellt und ein halbes Jahr später stellt man fest, dass es genau unser Tandem nun auch von der Stange gibt. Tja, so kann es gehen.
Hoffen wir mal, dass sich unsere Probleme mit der Schaltung mittlerweile bis zu den Jungs und Mädels bei Pedalpower rumgesprochen haben. Immerhin scheinen sie die Schaltung, die sie bei uns eingebaut haben (Shimano 105) gegen eine Sram Rival ausgetauscht zu haben.

Aber etwas ärgerlich finde ich ja schon, dass wir für die Umbauten einen deutlich höheren Aufpreis gezahlt haben als er jetzt im Katalog im Vergleich zum Crossroad steht. Da dient man als Versuchskanninchen und am Ende stellt man fest, dass die unsere Idee so gut fanden, dass sie sie nun zu einem geringeren Preis anbieten können, als sie ihn uns abgeknöpft haben.

Jetlag und das Tandem

Puh, das war ganz schön anstrengend, zuerst die Konferenz, dann dieser ewig lange Rückflug und obendrauf dann noch der Jetlag. Am Freitag war ich zu gar nichts zu gebrauchen. Aber irgendwie haben wir es trotzdem geschafft, das Tandem abzuholen, endlich! Und weil das mit dem Radfahren schon in San Francisco so gut gegen den Jetlag geholfen hat, habe ich das einfach gleich wieder so gemacht.
Diesmal war es allerdings deutlich anstrengender als mal ein bisschen an der San Francisco Bay rumzugondeln, wir haben uns nämlich in brüllender Hitze daran gemacht, auf den Schauinsland zu radeln. Der erste Anstieg ist wirklich mörderisch, da dachte ich wirklich, dass wir das nie nie nie im Leben schaffen werden, aber zum Glück wird es immer flacher, je weiter man nach oben kommt, so dass wir es schlussendlich mit vielen Pausen tatsächlich geschafft haben. Und diesmal war Philip nur einen Bruchteil einer Sekunde vor mir am Ziel angelangt 😉

Bei der Abfahrt mussten wir dann aber auch einige Pausen einlegen, da die Bremsen dann doch erstaunlich heiß werden, wenn auf einmal die doppelte Masse beschleunigt und dementsprechend von der gleichen Anzahl Bremsen (nämlich 2, eine vorn, eine hinten) gebremst werden muss. Und der Luftwiderstand ist halt in dem Fall leider auch nicht doppelt so groß wie alleine. Was dann aber auf der Strecke von Bohrer nach Freiburg für den größten Spaß gesorgt hat, weil wir da dann mit 50 km/h langgeflogen sind und da ging es eigentlich nicht mehr so richtig bergab.