Tagebuchbloggen 04.04.2020

Ich bin so homeschooling geschädigt, dass ich beim Datum an irgendwelche Kern- bzw. Königsaufgaben fürs kleine 1×1 denke…

Es geht uns nach wie vor gut, Lagerkoller weiterhin nicht wirklich in Sicht, auch wenn mein Kommunikationsbedürfnis leicht gestiegen ist. Aber dank Telewein, Telekaffeetrinken und virtuellen nähkränzchen hält auch das sich in Grenzen.

In manchen Belangen ist das homeschooling sogar hilfreich. Ich habe Einblicke in die Herausforderungen, die Schule für die kl Menschen bedeutet, gewonnen, die mir bis jetzt nicht so deutlich klar waren. Manches war ein diffuses Gefühl, jetzt habe ich da ein klares Bild.

Der kl kl Mensch hat sichtlich mit der Krisensituation zu kämpfen. Er schläft nicht mehr alleine ein. Entweder schläft er mit seinem Bruder in einem Bett oder wir kuscheln ihn in den Schlaf. Heute Mittag sagte er beim hören des Podcasts „Figarinos Fahrradladen“: „Fahrrad? Ein Spielzeug?“ Damit kann man doch gar nicht in seinem Zimmer spielen!“ Einige Zeit später skizzierte er mögliche Infektionsketten trotz Kontaktreduzierung.

Wir haben den Känguru Film angeschaut. Eigentlich wollten wir den Mitte März im Kino anschauen, 2 Tage, bevor die Kinos geschlossen wurden. Aber da war uns das schon zu riskant. Man kann ihn aber jetzt schon streamen. Ein Teil des Erlöses aus den streamingeinnahmen geht an Kinos.

Was etwas seltsam ist: ich empfinde das samstägliche putzen nicht als so schlimme Belastung wie früher. Als Teenager habe ich es gehasst. Während Klassenkameradinnen samstags nach Köln zum shoppen fuhren, musste ich zu Hause beim Putzen helfen. Gut, diese Ablenkung steht gerade nicht zur Debatte. Und so helfen uns auch die kl Menschen recht klaglos beim saubermachen.

In der heutigen Tagesschau durften ein paar B-virologen (alles Männer) so tun, als seien die, die kein zu frühes Ende der kontaktbeschränkungen fordern, arbeitsscheues Gesindel. „Das kann nicht ewig gehen.“ Nein? Doch! Oh! Das ist ja wohl jeder klar. Aber wenn man zu früh wieder zuviel erlaubt, muss man dann umso härter und länger zu machen. Aber vielleicht wollen es diese Herrn auch so richtig brennen sehen und sind enttäuscht, dass die Krankenhäuser in D das bisher ganz gut geschafft haben. Die gut 1200 Toten in D sind im europäischen Vergleich einfach zu wenig, da geht noch was.

3 Meldungen später wurde übrigens berichtet, dass in Wuhan die Maßnahmen wieder verschärft wurden. Das macht das turbostaatskapitalistische China bestimmt, weil ihnen ihre Ökonomie total egal ist. Kann eine die Kekulès, Schmidt-Chanasits und Lohses dieser Welt mal darauf hinweisen?

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