Tagebuchbloggen 16.03.2020

Puh. Dieser Tag war holprig.

Der Liebste und ich sind ganz normal aufgestanden, um um 8 anfangen zu können zu arbeiten. Der kl kl Mensch war bereits um viertel vor sieben wach. Normalerweise müssen wir ihn wochentags um Viertel nach 7 aus dem Bett schmeißen.

Der Arbeitsbeginn klappte um Viertel nach 8. Der kl kl Mensch war ein wenig verloren. Wir im Arbeitszimmer, der große Bruder schlief noch, das war ihm nicht ganz geheuer.

Der gr kl Mensch stand von selbst um viertel vor 9 auf, es bedurfte einiger Ermahnungen, dass sie frühstücken und den Tisch aufräumen sollten, bis das wirklich geschah. Aber gegen 10 waren sie wirklich an ihren Schreibtischen.

Beim gr kl mensch klappte es auch ganz okay mit den selbst gestellten Aufgaben. Der kl kl Mensch hatte sehr mit der neuen Situation zu kämpfen. Er wollte alles diskutieren, jeden Pups verhandeln. Und ich hing in einem townhall Meeting (bei dem ich Rückengymnastik machte, um nicht bereits an Tag 1 auf direktem Weg in die Migräne zu rennen). Der Liebste schaffte es aber, dass zwar widerwillig, aber doch ein bisschen was erledigt wurde. Ohne laut zu werden. Geschrien hat heute nur der kl kl Mensch. Ich bin wirklich stolz auf uns!

Um halb 1 gab’s dann Fleischküche und Kartoffelsalat, nochmal einen Pep Talk, dass es wichtig ist, dass wir alle das Beste aus der Situation machen und es wirklich eine ganz spezielle Situation ist, die wir auch noch nie erlebt haben und hoffentlich auch nie nochmal erleben werden.

Danach kontrollierte ich die Aufgaben. Der kl kl Mensch war nicht begeistert, dass ich ihn mit Korrekturen zurück an den Schreibtisch schickte, tobte und schrie, der gr kl Mensch nahm es gelassen hin und verbesserte.

Um 14 Uhr ging ich zurück an meinen Schreibtisch, der kl kl Mensch übte Klarinette, der gr kl Mensch studierte für die bioaufgabe Nährwerte auf Lebensmittelpackungen. Ich absolvierte eine Besprechung, währenddessen kam der Liebste von einem Gespräch mit den Lehrerinnen des gr kl Menschen zurück. Nachdem sie darüber gesprochen hatten, durften die kl Menschen eine Folge „Dragons“ auf Englisch schauen.

Um 17 Uhr schafften wir es tatsächlich nach draußen. Wir machten einen ausgedehnten Spaziergang über den Golfplatz und das könnte die neue Trendsportart werden in den nächsten Wochen. Hoffentlich haben die ganzen älteren Leute, die da Golf spielten, danach auf den Prosecco im Clubhaus verzichtet…

Nach der Rückkehr versuchte ich noch ein bisschen zu arbeiten, der gr kl Mensch schaute noch ein bisschen Herr der Ringe weiter, dann aßen die kl Menschen und der Liebste zu Abend, während ich versuchte, ein unterbestimmtes Gleichungssystem zu lösen.

Um 21 Uhr traf ich mich dann mit 700Sachen zum Telewein auf Zoom, wir quatschen und strickten noch eine Runde zusammen und nun muss ich dringend schlafen.

Fazit: der kl kl Mensch hat enorme Schwierigkeiten, mit der Situation klar zu kommen, er hat mehrfach bitterlich geweint und auch wild gewütet. Ich habe ein jour fix verpasst, weil Kinder in dem Moment wichtiger waren als die Besprechung, aber die Kollegen haben es locker genommen. Wir üben alle noch. Dem gr kl Mensch scheint es am leichtesten zu fallen. Auch mal schön.

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